Immobilienarten in Florida

Viele wohlhabende Menschen der USA verbringen in Florida ihren Lebensabend in architektonisch reizvollen und wunderschönen Villen, von denen viele einen eigenen Bootsanleger mit Zugang zum Golf von Mexiko besitzen. Für die ständig wiederkehrenden Besucher aus Kanada oder Einwohner aus dem kalten Norden der USA, die meist für den Winter hierher kommen (Snowbirds), ist ein eigenes Haus in Florida die optimale Lösung. Nach einem Preissturz von durchschnittlich 40% ergeben sich gerade jetzt sehr günstige Möglichkeiten für einen lukrativen Immobilienkauf in Florida. 25% aller ausländischen USA-Immobilieninvestoren entscheiden sich für Kalifornien oder Florida. Auch bei den Deutschen ist Florida eine angesagte Destination. Mittlerweile wohnen schon weit über 200.000 Deutsche in Florida oder verbringen dort mehrere Wochen im Jahr.

Für Individualisten stellt die eigene Immobilie die exklusivste Art eines gehobenen Wohnstiles dar. Je nach Kapitalkraft bieten sich Investmentobjekte vom Condominium bis zur Villa.

- Condominium (Eigentumswohnung)

Ein Condominium – auch Condo genannt - ist vergleichbar mit einer Eigentumswohnung in Deutschland. Da der Eigentümer sowohl Eigentum an seiner Wohneinheit als auch am Gemeinschaftseigentum besitzt, bezeichnet man diese Eigentumsform auch als „Hybrid Ownership“.

Es gibt jedoch zwei verschiedene Formen des Condo-Eigentums – das Condo in einer Community oder in einer Cooperation (Coop).

Cooperation - Wohnungen in einer Coop sind Eigentum einer Gesellschaft (LLC) oder einer Treuhandgesellschaft (Trust). Im Gegensatz zu einem Condo in einer Community erwirbt der Eigentümer in einer Cooperation keine Immobilie im eigentlichen Sinne, sondern Anteile der Gesellschaft (vergleichbar mit einer Genossenschaft), die dem Wert der Wohnung entsprechen. Interessant hierbei ist die Tatsache, dass die Eigentümergemeinschaft (coop-board) häufig in einem Interview mit dem Interessenten darüber befindet, wer Anteile erwerben darf und damit in die Gemeinschaft der Eigentümer „passt“ (es darf allerdings nach den amerikanischen Gesetzen Niemand diskriminiert werden). Die Gemeinschaft bestimmt über das Gemeinschaftseigentum sowie wesentliche Ausstattungsmerkmale des Condos. Sie ist nicht nur für den Unterhalt der Gemeinschaftseinrichtungen verantwortlich, sondern auch für den Unterhalt der einzelnen Wohneinheiten.

Community – Wohnungen in einer Community werden vom künftigen Eigentümer direkt gekauft. Er erwirbt ein genau spezifiziertes Condo und bestimmt die Innenausstattung selbst. Die Gemeinschaft der Eigentümer (HOA = Home Owner Association) ist zuständig für die Ausstattung und die Instandhaltung des Gemeinschaftseigentums (Gemeinschaftspool, Clubhaus, Wege, Gartenanlagen, Sicherheitsdienst etc.). Bei großen Anlagen wird das Gesamtareal von den Projektentwicklern häufig auch in mehrere Teilbereiche (Subdivisions) aufgeteilt sein, bei denen nur eine bestimmte Bebauung in Form von Eigentumswohnungen (Condos), Reihenhäuser (Townhouses) oder Einfamilienhäuser (Single Family Homes) zulässig ist. Man unterscheidet zwischen offenen und geschlossenen (gated) Gemeinschaften (Communities). Während bei den offenen Anlagen Jeder unkontrolliert das Gelände betreten kann, wird bei den „gated communities“ der Einlass über einen Sicherheitsdienst (Pförtner) geregelt. Bei den „gated“ ist meist mit Restriktionen bezüglich der Vermietbarkeit an Feriengäste zu rechnen (meist nur wenige Wochen im Jahr erlaubt).

- Single Family Homes (freistehende Häuser)

Typisch für die Einfamilienhäuser Floridas sind die eingeschossige Bauweise und fehlende Unterkellerungen. Die Grundstücksgrößen sind meist überdurchschnittlich. Da Florida im Hurrikan gefährdeten Bereich liegt, wurden die Bauvorschriften inzwischen mehrfach verschärft. Die meisten Häuser werden heute in Massivbauweise erstellt (concrete block) und erfüllen höchste Sicherheitsstandards. Insofern stellt die Hurrikanproblematik heutzutage kein diskussionswürdiges Thema mehr dar. Fast jedes Haus besitzt im Bereich der Terrasse (Lanai) einen großzügigen, versenkten Pool (in ground), der komplett von einem Käfig (Cage) überdeckt ist. So kann man ohne Mückenplage das Karibikfeeling entspannt genießen. Die Gartenanlagen sind meist pflegeleicht angelegt mit Palmen, Büschen und ausgedehnten Rasenflächen.

Im gehobenen Preissegment besitzen die Villen meist Meerzugang (gulf access) mit einem eigenen Bootsanleger (dock). Der Bootseigner kann von diesem Dock über das ausgedehnte Netz der Wasserkanäle schnell das offene Meer erreichen. Müssen auf dem Wege zum offenen Wasser Brücken passiert werden, ist eventuell die Größe des jeweiligen Bootes eingeschränkt, weil der Schiffseigner stets beachten muss, ob sein Schiff unter der Brücke hindurch passt. Hobbysegler sollten beim Ankauf immer darauf achten, dass ihr Traumhaus einen so genannten sailboat-access aufweist (keine behindernden Brücken oder Klappbrücken).

- Townhouses (Reihenhäuser)

Townhouses sind horizontal aneinander gereihte, ein- oder mehrgeschossige, eigenständige Hauseinheiten mit einer gemeinsamen Trennwand. Ähnlich wie bei den Condos wird das eventuell vorhandene Gemeinschaftseigentum von einer Eigentümergemeinschaft verwaltet.